Living Knowledge Verbundprojekt Meer davon

#LK8 – Living Knowledge in Budapest

Alle zwei Jahre findet die internationale Living Knowledge-Konferenz des weltweiten Wissenschaftsladennetzwerkes statt. In diesem Jahr kamen wir Ende Mai in Budapest an der Corvinius-Universität zusammen.

Von wissnet waren dabei Gisela Prystav (kubus – ZEWK TU Berlin), Björn Huwe (WiLa Potsdam), Michaela Shields (WiLa Bonn) und Kirsten von der Heiden (WTT e.V. Sachsen). Sie erläuterten der LK-Community, wie wir Zivilgesellschaft in unserem BMBF-Förderprojekt „Meerdavon – Berlin liegt an der Nordsee“ an den diversen Wissenschaftsladenstandorten eingebunden haben.
Sie präsentierten die Stories und Erfahrungen aller am Projekt beteiligten wissnet-Partnerorganisationen mit 60 Bilderfolien.
Dabei standen drei Fragen zur Diskussion:

  • Können sich die internationalen Wissenschaftsläden vorstellen, die vorgestellten Aktionsansätze in ihrem Arbeitszusammenhang einzusetzen?
  • Wenn ja, wie müssen diese Ansätzeb ggf. angepasst werden?
  • Welchen Mehrwert bringt die Kollaboration mehrerer Wissenschaftsläden?
  • Welche Vor- und Nachteile hat Online-Kommunikation in Projektzusammenhängen – Erfahrungswerte?

Die Workshopbesuchenden interessierten sich für die Stories und Diskussionsgrundlagen und darüber hinaus für die Definition von Science Shops und Wissenschaftsläden. Einige wollten wissen, wie inhaltlich auch fachübergreifend gearbeitet wird, auch über die Sozialwissenschaften hinaus. Andere fragten, ob auch Literatur- und Geschichtswissenschaften  in Wissenschaftsläden ihren Platz finden können? Hierauf ist die Antwort ganz klar: Wissenschaftsläden sind branchen- und themenungebunden. Sie finden ihre thematischen Schwerpunkte im gesellschaftlich definierten Bedarf.

Auch Fragen zum Projekt #meerdavon haben Gisela, Kirsten, Michaelaund Björn beantwortet: Die Besucherinnen und Besucher wollten z.B. wissen, ob durch die Zusammenarbeit mit Museen und Gymnasien vor allem „Eliten“ angesprochen wurden, an den einzelnen Formaten teilzunehmen. Daraus ergab sich die Frage, wie man alle gesellschaftlichen Schichten ansprechen und einbinden kann? Dafür gab es einige Beispiele, wie vor allem im ländlichen Raum durch jährlich stattfindende Veranstaltungen Informationen weitergegeben werden können. Auch kam als Ergebnis heraus, dass die Ansprache immer einfach gehalten sein soll, ist doch die Zivilgesellschaft vielschichtig zusammengesetzt.
Zu guter Letzt wurden die wissnet-Vertreterinnen mit der Frage konfrontiert, wie bereits die Projektagenda durch Teilnehmende bzw. die interessierte Öffentlichkeit mitgestaltet werden kann. Die Antwort fiel je nach Teilprojekt unterschiedlich aus.

Unser Fazit: Es ist extrem wichtig, ein Vertrauensverhältnis zwischen lokaler Bevölkerung und Wissenschaftsladen aufzubauen und lebendig zu halten.

Wir danken allen Interessierten für die gelungenen Diskussionsbeiträge. Das Organisationsteam ließ es an nichts fehlen, auch dafür danken wir ganz herzlich.

Jetzt freuen uns auf die 9. Living-Knowledge-Konferenz 2020 im niederländischen Groningen.

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